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Weißenbrunn, ca. 1910
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Musikkapelle Weißenbrunn, 1929
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Weißenbrunn, ca. 1940
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Weißenbrunn, ca. 1942
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Weißenbrunn, ca. 1956
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Schloss Weißenbrunn, ca. 1970
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Schloss Weißenbrunn, ca. 1980
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Schloss Weißenbrunn, ca. 1990
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Weißenbrunn, ca. 1990
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Schloss Weißenbrunn, ca. 1990
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Weißenbrunn, 2018
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Weißenbrunn, 2019
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Schloss Weißenbrunn, 2019

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Historie

Zur Geschichte Weißenbrunns und seines Schlosses
→ Bilder

Am Fuße des Stachelbergs, der höchsten Erhebung der südlichen Haßberge, liegt versteckt am Ende eines Seitentals der kleine Ort Weißenbrunn. Sein Name deutet auf den großen Wasserreichtum in dieser Gegend hin (Quellhorizonte des Keupers) und leitet sich von dem althochdeutschen Grundwort „brunno“ (Quelle, Brunnen) sowie dem Beiwort „Wiz“ (weiß, glänzend, hell) ab, was so viel wie „Ort bei der hellen Quelle“ bedeuten könnte. Der Dorfbach, der zuerst in die Preppach und von dort dann in die Baunach fließt, führte genügend Wasser, um einst zwei Mahlmühlen zu betreiben. In seinem Grundriss zeigt der Ort auch heute noch die unverkennbaren Spuren eines Sölden-Dorfes, das zu Füßen einer Burg gewachsen ist.

1330 wird das Rittergut erstmals erwähnt. Im Bauernkrieg zerstört ist es ungewiss, wann und wo das „Schlösslein“, wie es in einem Schreiben genannt wird, wiederaufgebaut wurde.

1698 wird der Neubau des heutigen Schlosses beantragt und genehmigt. Die genaue Erbauungszeit und der Erbauer sind nicht bekannt. Ein Dachziegel ist mit einer Jahreszahl versehen: 1723. Eventuell ist dies das Jahr der Fertigstellung des Baues. Der französische Barockgarten scheint aus der Erbauungszeit zu stammen.

Unter den wechselnden Besitzern des Barockschlosses ist besonders die Familie von Oberkamp prägend gewesen. Über 100 Jahre waren sie in Weißenbrunn ansässig. Die Familie führte in dieser Zeit größere Renovierungsarbeiten durch und wird vermutlich auch den Englischen Park angelegt haben. Auf einem alten Grenzstein aus dem Jahr 1831 im Wald am Fuße des Stachelberg kann man heute noch den Namen dieses Adelsgeschlechts lesen.

Die Familie Schönlau kam Anfang des 20. Jahrhunderts aus Westfalen nach Weißenbrunn und bewohnte über 70 Jahre das Schloss und führte den Gutshof.

1980 wurde das Schloss an den Bamberger Steinrestaurator Ulrich Bauer-Bornemann verkauft, der das Anwesen umfangreich restaurierte, den Englischen Park und Französischen Barockgarten wieder anlegte und bis 2016 in Weißenbrunn seinen Zweitwohnsitz innehatte.

Seit 2016 ist das Barockschloss im Besitz von Wolfgang Kropp und Pia Praetorius, die es sanierten und umgestalteten. 2019 gründete Wolfgang Kropp die Schloss Weißenbrunn Stiftung. Sie soll langfristig den Erhalt des Schlosses sichern und zugleich ermöglichen, dass aus dem ehemaligen Rittergut eine Hochburg für Musik und Kunst entsteht.